Mercedes-Benz Strich-Acht (Frank Bondzio GmbH)


Zeitloser kann ein Klassiker kaum sein. Der „Strich-Acht” gilt als Inbegriff klarer Formen und als zuverlässiges Fahrzeug. Im Mercedes-Benz-Museum steht ein Modell, das mit zwei Austauschmotoren sensationelle 4,6 Millionen Kilometer gefahren ist.

Diese Laufleistung hat das Fahrzeug der Frank Bondzio GmbH aus Moers zwar nicht geschafft. Aber auch dieser „Strich-Acht“ hat bewiesen, wie pflegeleicht das Modell ist. Außer ein paar Blecharbeiten hatte der Premio-Händler kaum Arbeit mit dem Benz.

So muss ein Oldtimer kein teures Vergnügen sein. „Es ist ein Hobby”, sagt Geschäftsführer Patrick Bondzio, „und als Zweitwagen eine kostengünstige und wertsteigernde Geschichte.” Allerdings gibt er zu bedenken, dass auch der zuverlässigste Oldtimer kein Neuwagen ist. „Ein Klassiker ist, wie der Name schon sagt, ein Klassiker, also kein Winterauto.” Salz und Glatteis sind keine Umgebung für solch ein Fahrzeug.

Sollten seine Kunden ihr Fahrzeug jedoch im historischen Motorsport einsetzen wollen, hilft Bondzio beim Wagenpass. Auch bei Motorinstandsetzungen, H-Kennzeichen, Ersatzteilbeschaffung und Achsvermessung hilft der Premio-Partner, der sich auf deutsche Fahrzeuge ab 1950 spezialisiert hat.

Der „Strich-Acht” wurde erstmals 1968 gebaut, daher der Spitzname „/8”. Bondzios Modell gehört zur zweiten Serie, die zwischen 1973 und 1976 entstand. Diese zeichnet sich durch eine breitere, flachere Kühlermaske und die gerippten Rückleuchten aus.

Die serienmäßigen Scheibenbremsen an allen vier Rädern und die Fußfeststellbremse hatte der „Strich-Acht” als erster Mercedes. 2,3 Liter Hubraum fassen die sechs Zylinder des 230.6 mit der Modellbezeichnung W114. Die Serie war so erfolgreich, dass zwei Millionen „Strich-Acht” vom Band liefen. Selbst als der Nachfolger W123 im Januar 1976 im Verkaufsraum der Mercedes-Niederlassungen stand, wurde der „Strich-Acht” noch bis zum Dezember 1976 gebaut.