Mehr als 20 Jahre lang hielt dieser Ford Capri der ersten Baureihe Dornröschenschlaf. Jetzt hat ihn Peter Dönninghaus wachgeküsst.
Viel Arbeit hatte der Geschäftsführer von Reifenservice Bilk in Düsseldorf damit nicht. Einige kleinere Instandsetzung waren nötig – natürlich. Aber für sein Alter und die Dauer, während der das Fahrzeug nicht genutzt wurde, stand der rasante Ford hervorragend da. An den Bremsen, am Fahrwerk und ein paar weiteren Stellen besserte Dönninghaus nach. Das war’s.
In solch einem Fall kann der Oldtimer zur lukrativen Geldanlage werden. „Hat der neu erworbene Oldtimer eine gute Substanz, halten sich die Kosten in Grenzen“, sagt Dönninghaus. „Kauf’ ich ein Wrack, ist es natürlich teuer.”
Der Capri RS 2600, den Ford als europäische Variante des Mustang auf den Markt brachte, darf nun wieder seine Leistungsfähigkeit beweisen. Denn der V6-Motor mit den 2,6 Litern Hubraum produziert 150 PS und treibt das Coupé von 1971 bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h. Das ist für ein fast 40 Jahre altes Fahrzeug mehr als beachtlich.
„Rennen würde ich mit solchen Autos nicht mehr fahrenü, schränkt Dönninghaus jedoch ein. Mit seinem eigenen Oldtimer hält er es so, wie er es als Geschäftsführer an die Kundschaft weitergibt: „Natürlich empfehle ich den Kunden einen schonenden Umgang mit einem Oldtimer. Die Ersatzteile sind rar oder teuer.” Ein Ganzjahreseinsatz kommt für ihn nicht in Frage. „Den Winter würde ich bei einem Oldtimer streichen. Salz und Nässe sind für einen solchen Wagen nicht empfehlenswert.“
Es wäre ja auch eine Schande, mit dem Capri in den Graben zu rutschen. Handelt es doch um ein großzügig ausgestattetes Fahrzeug. Peter Dönninghaus, der schon früher ein solches Fahrzeug fuhr, weist aber darauf hin, dass hier kein Oldtimer mit neuen Teilen getunt wurde. Sämtliche Applikationen von den Bilstein-Stoßdämpfern bis zum Heckspoiler sind originale Ford-Teile, die schon damals für den Capri angeboten wurden.
Nach mehr als zwei Jahrzehnten Ruhepause steht dem Capri RS 2600 jetzt eine Zeit der intensiven Nutzung bevor. Auf die Rennstrecke schickt ihn sein Besitzer wie gesagt zwar nicht. Aber als Aushängeschild für den Reifenservice Bilk wird der Ford so manche Oldtimerveranstaltung besuchen.




