Ford Escort MK1


Die Leidenschaft für automobile Klassiker ist bei Hans Altenberger offensichtlich. Der Niederlassungsleiter von Premio Reifen + Autoservice in Wolfratshausen zeigt die Kompetenzen seines Betriebes gebündelt in seinem Ford Escort Mark I aus dem Jahr 1973.

„Hundeknochen” nennt Altenberger seinen Klassiker liebevoll. Diesen Spitznamen hat sich der erste Escort wegen seines charakteristischen Kühlergrills verdient. Seine ursprüngliche Ausrichtung als „Käfer-Killer” hat das Modell zwar nicht erfüllt, aber im Renn- und Rallyesport ist der kleine Ford der ersten und zweiten Generation zu einem der erfolgreichsten Fahrzeuge der 70er- und 80er-Jahre geworden. Besonders das Modell RS2000 gehörte mit serienmäßigen 100 PS zu den potenten Straßenflitzern.

Altenbergers Escort ist kein RS2000 und soll deswegen auch nicht wie einer aussehen. „Es wäre einfach gewesen, aus meinem 1300er einen RS2000-Klon zu machen”, meint der Niederlassungsleiter, „aber das wollte ich nicht. Denn ein gut gehender 1300er macht genauso viel Spaß, und das Auto bleibt original.”

Trotzdem zeigt sein Mark I deutliche Unterschiede zum schlichten Serienmodell. Denn statt 55 bis 72 PS, die der 1300er-Escort ab Werk hatte, stehen diesem satte 107 Pferdestärken bei 6000 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung. „Möglich wären auch circa 135 PS”, meint Altenberger, „aber der Motor soll straßentauglich und standfest sein.”

Die 107 PS erreicht der Mark I dank Webervergaser, einer Kent-Cams-Nockenwelle, erweiterten Ein- und Auslass-ventilen, ausgewogenen Kolben und Pleueln, der fein gewuchteten Kurbelwelle, der erleichterten Schwungscheibe und vielen weiteren Leistungsmaßnahmen. Zusätzlich schickt der Motor seine Abgase durch den Rennsportkrümmer und die Sportabgasanlage ins Freie. Dank des Bilstein-Sportfahrwerks an beiden Achsen steht der kleine Ford sicher auf den 185er-Reifen, mit denen die originalen Minilite-Felgen in 6 mal 13 Zoll ummantelt sind.

All diese Verfeinerungen machen aus dem 800 Kilogramm leichten Fahrzeug einen wahren Kurvenjäger im klassischen Gewand. Da sämtliche Änderungen bereits in den 70er-Jahren verbaut und abgenommen wurden, freut sich Hans Altenberger nicht nur darüber, dass alles eingetragen ist, sondern auch über das gültige H-Kennzeichen.