Ein echter Amerikaner ist der Chevrolet Bel Air nicht. Zwar strahlt der Oldtimer jede Menge US-Flair aus. Aber den amerikanischen Kontinent hat dieses Modell nie gesehen. Gebaut wurde die viertürige Hardtop-Limousine 1957 im belgischen Antwerpen. Anschließend verbrachte das Fahrzeug Jahre in der Türkei, bevor es nach Deutschland kam.
Gerade mal 18.000 Exemplare des Bel Air brachte Chevrolet auf den Markt. Damit ist die Luxusvariante der Two-Ten-Baureihe ein echtes Sammlerstück.
Gut 15 Jahre ist es inzwischen her, dass Alain Dubus angefangen hat, den Bel Air komplett zu restaurieren. Motor, Getriebe, Hinterachse, Elektrik – alles hat der Werkstattmeister der Karl Lingnau KG im westfälischen Lünen überholt und erneuert. Anfangs war es noch ein Kundenfahrzeug. Aber Alain Dubus hat über die Jahre so viel Zeit mit dem wuchtigen Ami verbracht, dass er das Fahrzeug vom Kunden übernommen hat. Seither schraubt Dubus auf eigene Rechnung.
Besonders stolz ist Alain Dubus auf die Zuverlässigkeit seines Oldtimers. Im vergangenen Jahr hat er 5000 Kilometer mit dem Wagen zurückgelegt, meist mit dem Wohnwagen von 1974 im passenden Design auch mal nach Frankreich und zurück. Das ist für ein Fahrzeug von 1957 eine mehr als beachtliche Strecke. Nicht ein einziges Mal hat der Bel Air Probleme gemacht. Das spricht nicht nur für den Hersteller, sondern vor allem für die gute Arbeit von Dubus.
Diese Art der Nutzung empfiehlt auch der Chef des Werkstattmeisters. „Sicherlich sollten solche Fahrzeuge regelmäßig genutzt werden”, meint Karl Lingnau. Dem Premio-Partner ist dabei wichtig, dass er mit seinen Kunden wichtige Aspekte durchspricht. Dazu gehören selbstverständlich Korrosion und Ersatzteilbedarf. Der Meisterbetrieb ist auf solchen Bedarf gut vorbereitet. Sowohl bei der Ersatzteilbeschaffung im In- und Ausland als auch bei speziellen Lackarbeiten, TÜV-Unterstützung und H-Kennzeichen hilft der Betrieb weiter. Neben amerikanischen Fahrzeugen kümmert sich die Karl Lingnau KG seit 2007 auch um Fiat, Ford, Opel und VW.
Karl Lingnau freut, dass die Fahrer solcher Fahrzeuge gute Arbeit zu schätzen wissen. Für ihn ist es immer wieder ein neuer Ansporn: „Denn Besitzer solcher Fahrzeuge haben einen Blick für Details und fordern diese auch von uns.”




